
Das Blender-Add-on SnapSplit ist in Version 0.1.6 erschienen. Der Berliner Entwickler Christoph Medicus hat damit neue Verbindertypen eingeführt und die Arbeit mit hohlen Modellen verbessert. Ein Teil der Änderungen geht nach seinen Angaben auf Rückmeldungen von Nutzern zurück. Weitere Wünsche für kommende Versionen nimmt er gern entgegen.
SnapSplit teilt große 3D-Modelle, die nicht auf das Druckbett passen, in mehrere Teile. An den Schnittflächen setzt das Add-on automatisch Steckverbindungen. Den Stecker fügt es per boolescher Operation an einem Teil an, die passende Buchse schneidet es in das Gegenstück. Die Verbinder platziert das Add-on entlang der Naht, als Gitter oder per Mausklick. Die Toleranzen richten sich nach dem gewählten Material, etwa PLA oder PETG. Bisher standen zylindrische Pins, Zapfen und deren Snap-Varianten zur Wahl. Schwalbenschwanzverbindungen führte Medicus im April noch als Plan auf seiner Roadmap.
Diese Verbindung liefert Version 0.1.6 nun nach, als einfachen Schwalbenschwanz und als einrastende Snap-Variante. Beide Formen lassen sich laut Entwickler in vielen Parametern anpassen. Wer eine andere Geometrie braucht, kann in einem neuen Bereich eigene Verbinder bauen. Eine Live-Vorschau zeigt Änderungen an den Verbindern direkt im Modell an. Zudem bietet das Update mehr Optionen, um die Verbinder individuell zu platzieren.
Mehr Stabilität verspricht Medicus beim Schneiden und Verschließen hohler Körper. Das betrifft etwa Modelle, die Nutzer zuvor mit dem Boolean-Modifier von Blender ausgehöhlt haben. Außerdem räumt SnapSplit nun die Collections in Blender automatisch auf. Die Bedienoberfläche liegt zudem in 20 Sprachen vor. Der Entwickler selbst sieht den Kern des Updates in neuen Verbinderoptionen sowie in genaueren Ergebnissen für Modelle und Drucke.
Medicus entwickelt SnapSplit nach eigenen Angaben überwiegend in seiner Freizeit. Er ruft andere Entwickler dazu auf, den Code auf GitHub zu forken und eigene Ideen auszuprobieren. Erweiterungen nimmt er per Pull Request oder per E-Mail entgegen. Sein Ziel ist es, Blender als kostenlose Software auch für den 3D-Druck attraktiver zu machen. Der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub, das Add-on steht unter der GNU General Public License.
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