KI-Agent für den 3D-Druck: Entwickler veröffentlicht Skill unter offener Lizenz

Der Entwickler Joao Silva hat einen quelloffenen Skill veröffentlicht, mit dem ein KI-Agent den 3D-Drucker Flashforge AD5X bedient. Der Agent nimmt eine STL

” href=”https://3druck.com/glossar/stl/” data-wpel-link=”internal”>STL-Datei entgegen, slict sie mit abgestimmten Profilen in OrcaSlicer und lädt den G-Code auf den Drucker. Den Druck startet er erst nach Rückfrage. Silva stellt das Paket im GitHub-Repository Hermes-Skills unter MIT-Lizenz bereit.

Üblicherweise bereiten Anwender ein Modell am Rechner vor, prüfen Stützen und Füllung und übertragen die Datei per USB

” href=”https://3druck.com/glossar/usb/” data-wpel-link=”internal”>USB-Stick oder Netzwerkfreigabe. Silvas Skill verlagert diese Schritte auf einen Server. Ein Skript steuert OrcaSlicer über die Kommandozeile ohne grafische Oberfläche. Ein zweites spricht die LAN-API des Druckers an, ein drittes führt Buch über die vier Kanäle der Materialstation. Welches Filament tatsächlich geladen ist, erfragt der Agent beim Nutzer.

Die mitgelieferten Profile bauen auf den Flashforge-Standardprofilen auf und ändern nur einzelne Werte. Für PLA setzt Silva die Düse auf 210 und 215 °C, das Bett auf 62 und 65 °C; für PETG auf 240 und 245 °C bei 80 °C Betttemperatur. Das Prozessprofil arbeitet mit 0,2 mm Schichthöhe, 15 Prozent Füllung und drei Wänden. Beim Testen fiel ein Fehler auf: OrcaSlicer übernimmt auf diesem Maschinenprofil die Betttemperatur aus dem Filamentprofil nicht und schreibt stets 35 °C in den Startcode. Das Skript korrigiert diese Werte nachträglich und prüft das Ergebnis, bevor die Datei den Server verlässt.

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Die meiste Zeit kostete Silva nach eigenen Angaben die Netzwerkanbindung. Der Agent erreicht den Drucker über ein privates Mesh-VPN. Die HTTP-API lieferte jedoch nur leere Antworten; ein Portscan im Heimnetz zeigte, dass der Port geschlossen war. Ursache war der LAN-Modus, den Nutzer am Touchscreen einschalten müssen und den die Einrichtung nicht erwähnt. Mit aktivem LAN-Modus fällt allerdings die Überwachung per Hersteller-App weg. Als Ersatz dient der MJPEG-Stream des Druckers.

Innerhalb fester Vorgaben wählt der Agent Schichthöhe, Füllung und Stützen. Den Druckstart überlässt Silva bewusst dem Menschen, obwohl die API ihn mit einem einzigen Aufruf erlauben würde. Ein fehlerhaftes Modell könne sonst eine Spule für 40 Euro verbrauchen. Voraussetzung sind ein AD5X mit aktivem LAN-Modus, OrcaSlicer auf einem Linux-Rechner und die Bibliothek flashforge-python-api.

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